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Polizeisportverein Tirol 2013

Die Vereinsstruktur 2013:

Der Polizeisportverein Tirol besteht derzeit aus 14 Sportsektionen und 9 Bezirksorganisationen mit insgesamt ca. 1.500 Vereinsmitgliedern.

Der Landespolizeidirektor Tirol Mag. Helmut Tomac fungiert als ehrenamtlicher Präsident.

Die letzten Neuwahlen des Vereinsvorstandes fanden am 15.10.2010 statt. Vereinsobmann ist der Leiter des Büros Organisation, Strategie und Dienstvollzug (A1) der Landespolizeidirektion Brigadier Johannes Strobl. Ihm zur Seite als 1. Stellvertreter stehen der stellvertretende Landespolizeidirektor  Generalmajor Norbert Zobl und als 2. Stellvertreter der Bezirkspolizeikommandant des Bezirkes Innsbruck-Land Obstlt Gerhard Niederwieser.

(Geschäftsführende Vorstand 2013)

Vereinstätigkeit und Höhepunkte 2010-2013:

Neben den jährlichen zahlreichen Sportaktivitäten, wie Landes- und Bezirksmeisterschaften, Trainingskurse, gemeinsame Schi-, Berg- und Radtouren, Motorradfahrsicherheitskurse, etc., war einer der Höhepunkte die Organisation und Durchführung  der 4. Polizei-Bundesmeisterschaft Winter, welche vom 28. Februar bis 01. März 2012 in Seefeld in Tirol stattfand. An der „internationalen Meisterschaft" der nordischen und alpinen Bewerbe nahmen auch Polizeisportler/innen aus Deutschland, Norwegen und Schweiz teil.

Im hochkarätigen Starterfeld der Spitzen- und Weltcupläufer erbrachten die Sportler des PSV-Tirol hervorragende Leistungen. Im Speziallanglauf und Biathlonbewerb errang Elisabeth Kendler den Titel Bundesmeisterin. Dominik Gschwenter erreichte im Slalom hinter den für den ÖPolSV startenden ÖSV-Weltcupläufern Reinfried Herbst und Marc Digruber die Bronzemedaille.

Polizeisportverein Tirol Geschichte

Der „neue" Polizeisportverein Tirol (1. Juli 2006 bis 2013):

Nach der Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie im Jahr 2005 wurde der neue Polizeisportverein Tirol zum 1. Jahrestag der Zusammenlegung mit 30.06.2006 durch den Zusammenschluss der beiden ehemaligen Dienstsportvereine, Polizeisportverein Innsbruck und Gendarmeriesportverein Tirol, gegründet.

Am 30. Juni 2006, um 13.00 Uhr, wurde durch das gemeinsame Wahlkomitee der beiden ehemaligen Dienstsportvereine, bestehend aus dem damaligen LPKdten GenMjr Oskar Gallop, dem Ehrenpräsidenten des PSVI HR i.R. Mag. Arnold Stattmann und dem Ehrenobmann des GSVT Oberst i.R. Georg Rainer der neue Verein aus der Taufe gehoben. Oberst Rainer führte dabei die Aufgabenbereiche und Ziele des neuen Vereines vor Augen.

Bei der Gründungsversammlung wurde der geschäftsführende Vorstand einstimmig gewählt (Obmann: Gerhard Niederwieser, 1.StV: Markus Auinger, 2.StV: Thomas Schönnach, Kassier: Herbert Fürrutter, StV: Günter Rabitsch, Schriftführer: Werner Schluifer, Sportlicher Leiter: Martin Tirler, StV: Ulrich Öhlböck).

Die neuen Statuten, Grundgliederung des neuen Polizeisportvereines Tirol, wurden von den anwesenden Gründungsmitgliedern einstimmig beschlossen. Der damalige Landespolizeikommandant für Tirol, Generalmajor Oskar Gallop, übernahm die Funktion des Präsidenten.

Die bisherigen Ehrenmitglieder der alten Vereine wurden in den neuen Verein übernommen. HR i.R. Mag. Arnold Stattmann wurde zum Ehrenpräsidenten   und Oberst i.R. Georg Rainer wurden zum Ehrenobmann ernannt.

Unter der sehr engagiert geführten Obmanntätigkeit  von Gerhard Niederwieser wurden nun im „neuen" Verein gemeinsam erfolgreich Bundesmeisterschaften ua. im Sportwaffenschießen und Eishockey, Landes- und Bezirksmeisterschaften, sowie weitere Veranstaltungen (Motorradtrainingskurse, Radausflüge, Berg- und Schitouren, Schwimm und Langlauftrainingskurse etc.) abgehalten.

(die Gründungsversammlung – des „neuen" PSV-T im Jahr 2006)

(die Gründungsversammlung 2006, damaliger Landespolizeikommandant Oskar Gallop und
der Ehrenpräsident Hr i.R.  Mag. Arnold Stattmann und Ehrenobmann Oberst i.R. Georg Rainer)

Gründungsgeschichten vor der Zusammenlegung:

Gendarmeriesportverein:

Für den Gendarmeriesportverein Tirol schlug im Jahre 1968 unter dem damaligen Landesgendarmeriekommandanten Obst Egon Wayda die Geburtsstunde. Als erster Obmann übernahm der spätere Leiter der Schulungsabteilung, Obst Friedrich Fuhrmann, die Geschicke des Sportvereines und führte diesen mit viel Engagement bis zum Jahr 1983. Als Pioniere der ersten Stunde sind in der Chronik in ersten Generation Otto Öfner, Alois Unterrainer, Friedrich Kleißl und Heinz Kneisl und in 2. Generation Horst Schneider, Erich Peer und Josef Innerhofer genannt.

Bei der ersten Hauptversammlung im Jahre 1969 wurden die vier Sektionen, Schilauf, Leichtathletik-Schwimmen, Schießsport und Motorsport gegründet und die sportlichen Vereinsaktivitäten mit viel Begeisterung begonnen, wobei der Sportverein schon damals ca 900 Mitglieder für sich gewinnen konnte.

Im Jahr 1970 beteiligte sich erstmals eine GSVT-Mannschaft bei einem Gendarmerie-Bundessportfest in Bregenz, wobei insgesamt 13 Medaillen errungen werden konnten.

Das Jahr 1973 bildete einen ersten Höhepunkt im bisherigen Vereinsgeschehen. Erstmals war Tirol Austragungsland eines Gendarmerie-Bundessportfestes. Die Bewerbe, die in Innsbruck stattfanden, brachten für die heimischen Athleten einen überragenden Erfolg. Insgesamt konnten 58 Medaillen (22 Gold, 16 Silber und 20 Bronze) eingeheimst werden.

Nach dem ersten Jahrzehnt seines Bestehens begann für den Gendarmeriesportverein in den folgenden Jahren die Zeit der Bewährung. Seit der Gründung des Vereines übernahm der jeweilige Landesgendarmeriekommandant als Präsident die Schirmherrschaft über den GSVT. Es waren dies Obst Egon Wayda (1968–1970), General Rudolf Ruhsam (1971–1973), Oberst Josef Marchi (1974) und von 1975–1985 General Rudolf Sams, der sich als besonderer Förderer des Vereinsgeschehens erwies. Unter seiner Präsidentschaft stieg die Mitgliederzahl im Jahr 1981 erstmals über 1000. Dies bedeutete, dass über 90 % der damaligen Tiroler Gendarmen Mitglieder beim Sportverein waren.

Im Jahre 1979 konnte die Gendarmerie-Bundesmeisterschaften zum zweiten Mal in Tirol in Innsbruck ausgetragen werden, wobei Tirol vorzeitig für Vorarlberg und Oberösterreich einsprang. Auch dieses Mal gab es einen wahren Medaillenregen für die Tiroler Gendarmeriesportler; 55 Medaillen (17 Gold, 20 Silber, 18 Bronze) waren die stolze Ausbeute. Aber auch bei den darauf folgenden Bundesmeisterschaften in anderen Bundesländern konnten die Tiroler Gendarmeriesportler immer wieder hervorragende Erfolge verbuchen.

Von 1983–1986 führte General Erich Bäumel als Nachfolger von Oberst Fuhrmann zuerst als Obmann und von 1986–1998 nach seiner Bestellung zum Landesgendarmeriekommandanten als Präsident den Gendarmeriesportverein Tirol. Als Obmann fungierte über ein Jahrzehnt von 1986–1997 Oberst Georg Rainer, zuletzt Strategischer Leiter des Landesgendarmeriekommandos.

Unter seiner ausgezeichneten Obmannschaft war Tirol zum dritten Mal im Jahre 1987 und zum vierten Mal 1996 wieder das Austragungsland für die Gendarmerie-Bundesmeisterschaften, wobei auch bei diesen Veranstaltungen in Innsbruck hervorragende Leistungen erbracht wurden. 1987 konnten die Tiroler Gendarmen insgesamt 53 Medaillen (20 Gold, 19 Silber, 14 Bronze) im sportlichen Wettkampf erringen.

Von 1997–2002 stand Obstlt Norbert Zobl dem Verein als Obmann vor. Unter seiner Führung wurden zahlreiche sportliche Akzente gesetzt und neue Veranstaltungen (LM im Sommerbiathlon, Pistolenbiathlon, Gokartfahren etc.) sowie eine Jahreszeitschrift des GSVT als Informationsmedium für die Mitglieder eingeführt. Als Präsident des Vereines fungierte von 1999 bis 2005 der Tiroler Landesgendarmeriekommandant, Bgdr Werner Pail.

Die Obmannschaft des GSVT, mit sechs Sektionen (Motorsport, Radfahren, Fußball, Alpin/Nordisch, Schießen und Leichtathletik) und einen Mitgliederstand von ca 870 Aktiv- und Ruhestandsbeamte, ging im Herbst 2002 auf Mjr Gerhard Niederwieser über.

2004 organisierte er mit seinem hervorragenden GSVT-Team vorerst die Winter-Bundesmeisterschaften in Kirchberg und anschließend, gemeinsam mit dem damaligen Polizeisportverein Innsbruck, im Auftrag des BMI sozusagen als Premiere im Hinblick auf die Zusammenführung der Wachkörper Polizei und Gendarmerie die „1. Österreichische Bundesmeisterschaften der Sicherheitsexekutive" in Telfs in Tirol. Dabei eroberten die Tiroler Sportlerinnen und Sportler insgesamt 33 Medaillen ( 8 Gold, 10 Silber, 15 Bronze).

Polizeisportverein Innsbruck:

Die Bildung des Polizeisportvereines  mit dem Sitz in Innsbruck auf Grundlage der mit Eingabe vom 1. September 1929 anher gelangten Satzungen, wird mit Berufung auf den §7 des Gesetzes vom 15. November 1867, RGBL. Nr. 134, über das Vereinsgesetz nicht untersagt.

Mit diesen im Amtsdeutsch gehaltenen Worten beginnt die rechtliche Existenz des Polizeisportvereines Innsbruck. Der PSV Innsbruck ist aus der dem Garnisonssportklub des Tiroler Alpenjägerregiments Nr. 12 angeschlossenen Polizei-Sportriege hervorgegangen. In jenen Jahren ergänzte sich die Schutzmannschaft der Innsbrucker Polizei, die damals eine Institution der Stadtgemeinde war, vorwiegend aus ehemaligen Berufssoldaten, die nach Ende ihrer Dienstzeit beim Bundesheer zur Polizei übergewechselt waren. Um ihren sportlichen Neigungen nachgehen zu können, wurde mit der Gründungsversammlung am 22.11.1929 der Polizeisportverein eingerichtet.

In den ersten Jahren des Vereinslebens standen Leichtathletik und Radfahrtouren im Vordergrund. Hinzu kamen in den nächsten Jahren Schifahren, Bergsteigen, Handball und Faustball. Bereits im Jahre 1932 konnten die Innsbrucker PSV-Schiläufer Achtungserfolge feiern, die sich in den folgenden Jahren fortsetzten. Sei es die Teilnahme an Welt und Europameisterschaften oder gar die Teilnahme von z.B. Öhlböck Ulrich  an Olympischen  Spielen.

Herausragende Erfolge konnten auch die Sportschützen erzielen. Günther Weber wurde nicht nur mehrfacher Tiroler- und 6 x Staatsmeister sondern war auch Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften im PPS.

Günther Weber bei der WM in Brasilien

Welt-, Europa- und Staatsmeisterin im PPS darf sich auch Steurer Margit nennen,  die seit 1995 jährlich auf den Siegerbildern nationaler und internationaler Bewerbe aufscheint.

Margit Steurer und BMfI Günther Platter

Der Verein vergrößerte sich laufend. So bestand im Jahr  2004 unter der Leitung des geschäftsführenden Obmann Markus Auinger der PSV Innsbruck aus den Sektionen Sportschießen, Praktisches Pistolenschießen, Wintersport, Schach, Tennis, Radsport, Kegeln, Motorsport und Eishockey. Ungefähr 250 Mitglieder gingen  in den einzelnen Sektionen ihrer sportlichen Tätigkeit nach.

Neben den jährlichen Skikursen für die Polizeikinder konnte der PSV-Innsbruck  besonders als zweimaliger Veranstalter der „International Police Wintergames" in den Jahren 1998 und 2002 auch internationale Anerkennung erringen. Beinahe 1.000 aktive Sportler aus der ganzen Welt waren bei diesen Spielen in Tirol am Start. Bei diesen Wintergames wurde unter der Leitung von Erwin Vögele auch 2 x der Langlauf- Nachtsprint in der Maria-Theresien-Straße durchgeführt, der die absolute Weltelite im Langlauf nach Innsbruck lockte.

Auch als oftmaliger Veranstalter der ÖPolSV-Meisterschaften, sowie Organisator der Polizei Fünfkampfmeisterschaften trat der Verein in Aktion.

Ein Highlight des Jahres 2004 waren die 1. Österreichischen Exekutivmeisterschaften in Telfs, welche der PSV Innsbruck bereits  gemeinsam mit dem GSV-Tirol und mit kräftiger Unterstützung des Vereinspräsidenten, Polizeidirektor i.R. HR Mag. Arnold Stattmann, dem damaligen Leiter des Kriminalbeamteninspektorates Oberst i.R. Gerhard Losko, sowie dem Leiter des Zentralinspektorates Brigadier Dr. Franz Birkfellner, organisierte.

Der Obmann des PSV-T:
(gez. Johannes Strobl)