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Eishockey

Nach einigen Jahren Abstinenz war es endlich wieder soweit. Vom 27.03.2019 bis zum 28.03.2019 durfte der PSV Tirol die bereits zum 19. Mal stattfindenden Bundespolizeimeisterschaften im Eishockey in Innsbruck austragen.

Als Spielstätte konnte im Vorfeld die TIWAG-Arena der Olympiaworld Innsbruck fixiert werden.

 

Am Turnier nahmen heuer erstmals 10 Mannschaften aus 6 Bundesländern an den Meisterschaften teil, um in insgesamt 27. Turnierspielen den Bundesmeister zu ermitteln.

Bereits im Vorfeld wurden die Gruppen, nach den Ergebnissen des vorangegangen Jahres sowie unter Absprache mit dem Fachwart Eishockey im ÖPolSV, Harald PSCHERNIG, in zwei Gruppen zu je 5 Mannschaften gelost, was folgende Einteilung ergab:

 

Gruppe A:

PSV Wien 1

PSV Kärnten 2

PSV Vorarlberg

LPSV Salzburg

PSV Tirol 2

 

Gruppe B:

PSV Kärnten 1

PSV Tirol 1

PSV Steiermark

PSV Wien 2

PSV Kärnten Selection 50+

 

Gespielt wurde im Modus „jeder gegen jeden“ mit einer Bruttospielzeit von 25 Minuten. Die beiden Gruppensieger sowie die jeweils Gruppenzweiten qualifizierten sich dabei für das Halbfinale, die restlichen Mannschaften spielten sich in Platzierungsspielen den Endrang aus.

Schon vor dem ersten Bully war jedem klar, dass der Gruppensieg praktisch schon vor Turnierbeginn an die beiden haushohen Favoriten PSV Wien 1 und PSV Kärnten 1 vergeben war. Dies aus dem Grund, da beide Mannschaften eine große Anzahl an ehemaligen Profispielern in ihren Reihen hatten, welche es in ihrer Karriere auf insgesamt mehr als 1.800 EBEL-Spiele brachten. Trotzdem gaben sich die anderen Teams nicht schon kampflos geschlagen, man versuchte, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln, die „Großen 2“ ein wenig zu ärgern.

Das Turnier startete am 27.03.2019, um 08:00 Uhr, mit dem Spiel der 2. Mannschaft aus Tirol gegen den 3. des Vorjahres, dem PSV Kärnten 2. Die Tiroler gerieten schnell in Rückstand, konnten danach das Match aber lange Zeit offen halten, verloren schlussendlich jedoch mit 1:3. In weiterer Folge konnten die zahlreich erschienenen Zuschauer durchwegs gute Matches mit vielen schön herausgespielten Toren beobachten.

Am Ende des ersten Tages stand in der Gruppe A der PSV Wien 1 erwartungsgemäß als Gruppensieger fest. Dahinter platzierte sich der PSV Kärnten 2 mit einer überraschend starken Leistung als Gruppenzweiter und zog damit ins Halbfinale ein. Leider musste der PSV Tirol 2, als Neuling bei dem Turnier, ein wenig dem Tempo Tribut zollen und beendete die Gruppenphase – trotz ansprechender Leistungen – auf dem letzten Platz.

Spannender ging es in Gruppe B zur Sache. Der Gruppensieg ging logischerweise an den PSV Kärnten 1. Die Jungs zeigten leider keinerlei Schwächen und somit gelang es den anderen Teams nicht ansatzweise, die „Großen“ ein wenig zu ärgern. Der 2. Platz in der Gruppe war jedoch bis zum Schluss hart umkämpft. Da der PSV Steiermark sowie der PSV Tirol 1 vor dem direkten Duell dieselbe Punktzahl aufwiesen, musste die Entscheidung um den Einzug ins Halbfinale eben in diesem Spiel ermittelt werden.

Beide Teams schenkten sich keinen Zentimeter Eis, es ging ständig hin und her und beide Mannschaften fanden gute Chancen vor, in Führung zu gehen. Die Tiroler waren dann ein wenig glücklicher und gingen nach 10 Minuten in Führung. Anschließend versuchte man, den Sieg über die Zeit zu bringen und die 3 Punkte einzufahren. Als alle schon mit dem Sieg rechneten, schlugen die Männer aus der Steiermark eiskalt zu. 55 Sekunden vor dem Ende nützte man eine Unachtsamkeit der Tiroler aus und schoss zum Ausgleich ein. Anschließend erfolgte der Schlusspfiff und das Spiel endete mit einem Unentschieden. Den Tirolern half dies leider nichts, der PSV Steiermark zog aufgrund des besseren Torverhältnisses ins Halbfinale ein. Den Tirolern blieb nur das Spiel um den 5. Platz.

Somit ging der erste Turniertag zu Ende. Sämtliche Akteure und Betreuer trafen sich im Anschluss an die Spiele zur Players-Party im Lokal „Soul Kitchen“ westlich von Innsbruck. Bei dem ein oder anderen hopfenhaltigen Getränk wurden die Energiehaushalte wieder aufgefüllt. Auch nützte man die Zeit, sich untereinander Auszutauschen und die in den letzten Jahren durchaus entstandenen Freundschaften zu pflegen.

Der zweite Tag wurde mit den restlichen Vorrundenspielen begonnen, welche aber keine Veränderungen mehr in der Tabelle einbrachten.

 

Somit ergab sich folgende Abschlusstabelle nach dem Grunddurchgang:

Gruppe A

Spiele

Punkte

Tore

Differenz

1

PSV Wien 1

4

12

24:0

+24

2

PSV Kärnten 2

4

9

7:8

-1

3

LPSV Salzburg

4

6

5:9

-4

4

PSV Vorarlberg

4

3

4:7

-3

5

PSV Tirol 2

4

0

1:16

-15

 

Gruppe B

Spiele

Punkte

Tore

Differenz

1

PSV Kärnten 1

4

12

26:2

+24

2

PSV Steiermark

4

7

15:7

+8

3

PSV Tirol 1

4

7

7:6

+1

4

PSV Wien 2

4

3

3:21

-18

5

PSV Kärnten Sel. 50+

4

0

2:17

-15

 

Es folgten die Kreuz- bzw. Platzierungsspiele.

Im Spiel um Platz 9 trafen der PSV Tirol 2 und der PSV Kärnten Selection 50+ aufeinander. Die „Oldies“ aus Kärnten ließen dabei ihr Können aufblitzen und sicherten sich mit einem 3:0 den Sieg sowie den 9. Platz.

Das Spiel um Platz 7 bestritten der PSV Wien 2 und der PSV Vorarlberg. Nach einem 1:1 nach 25 Minuten musste das „Shoot Out“ die Entscheidung bringen. Dabei zeigten die Männer aus Vorarlberg die besseren Nerven und entschieden das Spiel knapp für sich.

Anschließend kam es zum ersten Halbfinale zwischen dem PSV Wien 1 und dem PSV Steiermark. Die Jungs aus der Hauptstadt ließen im Spiel jedoch nichts zu und obwohl der PSV Steiermark mit einer Spitzentruppe angetreten war, entschied der PSV Wien 1 die Partie mit 5:0 für sich. Das bedeutete gleichzeitig den Einzug ins Finale.

Das zweite Halbfinale bestritt der PSV Kärnten 2 gegen den PSV Kärnten 1. Schnell wurde aufgezeigt, wer hier der „Chef am Eis“ war. Ohne jegliche Chance kam die 2. Mannschaft aus Kärnten mit 1:8 unter die Räder. Somit kam es im Finale zum wiederholten Male zum Duell zwischen PSV Kärnten 1 und PSV Wien 1.

Anschließend traten die Hausherren des PSV Tirol 1 gegen den LPSV Salzburg zum Spiel um Platz 5 an. Dieses konnte nach einer starken Leistung mit 4:1 gewonnen werden.

Es folgte das kleine Finale, in welchem der PSV Kärnten 2 auf den PSV Steiermark traf und dort versuchte, den 3. Platz des Vorjahres zu bestätigen. Der PSV Steiermark war aber an diesem Tag ein wenig stärker und sicherte sich mit einem 4:0 den dritten Turnierrang.

Danach folgte das große Finale, wie schon in den letzten Jahren zwischen den beiden Teams PSV Wien 1 und PSV Kärnten 1. Was den Zuschauern in den 2x 20 Minuten dabei geboten wurde, war Eishockey von allerhöchster Qualität. Die Kärntner dominierten das Spiel am Anfang, der großartige Torhüter der Wiener hielt sein Tor jedoch mit Glanzparaden sauber. Entgegen dem Spielverlauf gingen die Wiener dann mit 1:0 in Führung. Das Spiel wurde offener und wenig später stellen die Kärntner auf 1:1. So ging es dann auch in die Pause. Nach Wiederanpfiff stellten die Wiener den Vorsprung wieder her und gingen mit 2:1 in Führung. Danach folgte eine Drangperiode der Kärntner, doch erneut war beim Schlussmann der Wiener Endstation. Der Druck wurde größer und nach einer hervorragend herausgespielten Aktion schaffe Kärnten den Ausgleich. Kurz vor Schluss versuchte Kärnten alles, den entscheidenden Treffer zu erzielen und ein „Shoot Out“ zu vermeiden. Dies gelang auch fast, doch TOFF Nico warf sich einige Sekunden vor dem Ende in einen Kracher von der blauen Linie und verhinderte so das Siegestor der Kärntner. Leider wurde er dabei so unglücklich im Unterleib getroffen, sodass die Partie damit für ihn beendet war und er im folgenden „Shoot Out“ nicht mehr dabei sein konnte.

Im „Shoot Out“ konnten sich beide Torhüter mehrfach auszeichnen, erst der 5. Penalty der Wiener brachte die Entscheidung zu ihren Gunsten. Somit stand der PSV Wien 1, nach einem spannenden und erstklassigen Finale, als erneuter Bundesmeister fest.

Sämtliche Spiele wurden unter den Augen des Präsidenten des ÖPolSV, Brigadier Willi LIBERDA, sowie dem stellvertretendem LPD Tirol, Mag. Dr. Edelbert KOHLER, auf höchstem Niveau bestritten. Insgesamt nahmen 1 Polizistin, 126 Polizisten und 2 Mitglieder (Fremdtorhüter) an den Meisterschaften teil.

Ein großes Dankeschön ergeht an die zahlreichen Sponsoren, welche die Veranstaltung tatkräftig unterstützt haben und ohne die ein solches Turnier nicht ausgetragen werden könnte.

Weiters möchte ich mich auf diesem Wege bei allen Helfern sowie dem Schiedsrichterteam, unter der Leitung des EBEL-Referees NIKOLIC Manuel, für die hervorragenden Leistungen bedanken.

Anzuführen wäre, dass im Zuge der Preisverteilung der beste Torhüter sowie der beste Spieler des Turniers prämiert wurden. Beide stammen aus dem Team des Bundesmeisters PSV Wien 1:

Florian GORIUPP als bester Torhüter, mit lediglich 2 Gegentoren im gesamten Turnier sowie Nico TOFF als bester Spieler, mit insgesamt 18 Scorerpunkten.

In diesem Sinne bedankt sich das Team des PSV Tirol bei allen teilnehmenden Mannschaften und Akteuren für 2 tolle Turniertage und freut sich auf ein Wiedersehen in Klagenfurt bei den 20. ÖPM Eishockey im Jahr 2020.

 

Abschlusstabelle:

 

Spiele

Punkte

Tore

Differenz

1

PSV Wien 1

6

17

32:2

+30

2

PSV Kärnten 1

6

16

36:6

+30

3

PSV Steiermark

6

10

15:12

+3

4

PSV Kärnten 2

6

9

8:20

-12

5

PSV Tirol 1

5

10

11:7

+4

6

LPSV Salzburg

5

6

6:13

-7

7

PSV Vorarlberg

5

5

6:8

-2

8

PSV Wien 2

5

4

4:23

-19

9

PSV Kärnten Sel. 50+

5

3

5:17

-12

10

PSV Tirol 2

5

0

1:19

-18

 

Michael KINDLER

Sektionsleiter Eishockey