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Eishockey

Am 11.02.2020 und 12.02.2020 fanden heuer bereits zum 20. Mal die Bundespolizeimeisterschaften im Eishockey statt. Organisiert wurde das Turnier diesmal vom PSV Klagenfurt, welcher als Spielstätte die Messehalle Klagenfurt, Heimstätte des Rekordmeisters KAC, fixieren konnte.

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Datum 17.02.2020 14:47:12
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An den Meisterschaften nahmen 9 Mannschaften aus 6 Bundesländern teil, um in insgesamt 26 Turnierspielen den Bundesmeister zu ermitteln.

Bereits im Vorfeld wurden die Gruppen, nach den Ergebnissen des vorangegangen Jahres sowie unter Absprache mit dem Fachwart Eishockey im ÖPolSV, Harald PSCHERNIG, in zwei Gruppen gelost, was folgende Einteilung ergab:

Gruppe A:

PSV Wien 1

PSV Tirol

PSV Klagenfurt 2

PSV Klagenfurt Selection 50+

PSV Vorarlberg

Gruppe B:

PSV Kärnten 1

PSV Steiermark

PSV Wien 2

LPSV Salzburg

Gespielt wurde im Modus „jeder gegen jeden“ mit einer Bruttospielzeit von 25 Minuten. Die beiden Gruppensieger qualifizierten sich dabei direkt für das Halbfinale, die beiden zweit- bzw. drittplatzierten jeder Gruppe spielten sich in einem Kreuzspiel das zweite Ticket für das jeweilige Halbfinale in einer neu eingeführten Zwischenrunde aus. Die restlichen Mannschaften spielten sich in Platzierungsspielen die Endplatzierung aus.

Aufgrund der Gruppenauslosung und gleichzeitig gut aufgestellten Mannschaft, fuhr der PSV Tirol mit dem Ziel nach Klagenfurt, doch um einen Platz auf dem Podest mitspielen zu können. Die Vorfreude wehrte jedoch nicht lange, kurz vor der Abfahrt musste unser wohl stärkster Spieler verletzungsbedingt absagen, auch sein Ersatzmann hütete mit einer Grippe das Bett. Mit dem Motto „jetzt erst recht“ starteten wir am Dienstag mit voller Elan in die erste Partie. Gegner dabei war die Mannschaft des PSV Klagenfurt 2. Mit noch etwas schweren Beinen gelang es uns trotzdem, das Spiel schlussendlich mit 3:2 für uns zu entscheiden und gut ins Turnier zu starten.

Als zweiter Gegner warteten die „Oldie´s“ der Selection 50+ auf uns. Das Spiel gestaltete sich relativ einseitig, beinahe über die gesamte Zeit bombardierten wir das Tor des Gegners, die Scheibe wollte jedoch nicht wirklich im Tor einschlagen. Trotzdem gelang uns auch dieses Mal ein 2:1 Sieg – knapp aber doch!

Am Nachmittag stand dann das Schlüsselspiel auf dem Programm. Der Sieger konnte dabei den 2. Tabellenrang fixieren. Gegner dabei – wie sollte es anders sein – die Männer des PSV Vorarlberg. Unsere Freunde aus dem Westen Österreichs spielten bis dahin ein makelloses Turnier, dazu kam noch, dass das Tor durch einen aktiven Ligagoalie gehütet wurde (Anmerkung – Sohn des ehemaligen NHL-Torhüters Reinhard Divis!). Von Anfang an ließen wir jedoch keinen Zweifel aufkommen, dass wir dieses Spiel für uns entscheiden wollten. Wir ließen den Vorarlbergern nicht den Funken einer Chance und mit enormen Kampfgeist gewannen wir die Partie schlussendlich mit einem klaren und ungefährdetem 6:0. Somit war der zweite Tabellenplatz gesichert – doch nun wollten wir mehr! Ein Unentschieden im letzten Spiel würde den Gruppensieg bedeuten. Leider war der Gegner jedoch kein einfacher, sondern der Seriensieger des PSV Wien 1.

Doch an diesem Tag schien alles für uns möglich. Die Wiener bestimmten klarerweise das Spiel, doch wir konnten überraschenderweise ganz gut mithalten. Zumindest schafften die Wiener es nicht, frühzeitig ein Tor gegen uns zu erzielen. So kam es, wie es kommen musste. Für viele doch unerwartet, gingen wir mit 1:0 in Führung. Ab diesem Zeitpunkt drückten die Wiener enorm aufs Gas. In einer richtigen Abwehrschlacht, bei der sich unser Torhüter UNTERLERCHER Stefan mehrfach auszeichnen konnte, schafften wir es tatsächlich, dem Favoriten ein Unentschieden abzuverlangen und somit lachten wir am Ende des Tages von der Tabellenspitze. Gruppensieg und somit direkter Teilnehmer im Halbfinale!

Doch bevor es am nächsten Tag weitergehen sollte, fand am Abend eine „Players-Party“ in den VIP-Räumlichkeiten des KAC statt. Bei hervorragendem Essen, einigen Getränken und toller Live-Musik, wurden mit mittlerweile zahlreichen Freunden Gespräche geführt und der erste Spieltag analysiert.

Am nächsten Tag begann das Turnier mit den Zwischenrunden sowie den Platzierungsspielen. Kurz vor Mittag erfuhren wir dann unseren Gegner für das Halbfinale – es handelte sich um die Männer des PSV Steiermark. Eine starke Truppe mit doch einigen „gelernten“ Hockeyspielern. Die Chance auf einen Finaleinzug war noch nie so groß wie im heurigen Jahr, natürlich wollten wir alles dafür geben. Doch kurz vor dem Spiel mussten wir einen weiteren Spieler aufgrund einer Verletzung vorgeben, sodass wir nur noch mit acht Mann antreten konnten. Die Steirer, in Vollbesetzung, gaben von Anfang an Gas. Wir mussten dem hohen Tempo schlussendlich doch Tribut zollen und gingen am Ende mit einer 1:3 Niederlage vom Eis. Somit blieb uns leider „nur“ noch das Spiel um den 3. Platz. Das zweite Halbfinale bestritten der PSV Klagenfurt 1 gegen den PSV Wien 1 – die Finalpaarung der letzten 5 Jahre. Die ehemaligen Profispieler aus Kärnten ließen ihre Klasse aufblitzen und gewannen das Spiel mit 3:2 und zogen damit als zweite Mannschaft ins Finale ein. Unser Gegner um den 3. Platz war somit erneut die Mannschaft des PSV Wien 1.

Das Spiel gestaltete sich von Anfang an erneut ziemlich offen. Die Wiener waren zwar die stärkere Mannschaft, aufgeben war für uns jedoch keine Option. Auch nicht, als Wien Mitte des Spiels mit 1:0 in Führung ging. Wir kämpften uns wieder heran und es gelang uns der Ausgleich zum 1:1. Bis kurz vor Schluss konnten wir das Ergebnis halten, doch durch einen dummen Fehler unsererseits gingen die Wiener wieder in Führung. Wir warfen noch einmal alles in die Waagschale, wurden aber kurz vor dem Ende eiskalt ausgekontert und verloren das Spiel leider mit 1:3. Somit beendeten wir das Turnier am 4. Platz.

Angesichts der zu verzeichnenden Ausfälle waren wir am Ende mit unserer Leistung jedoch mehr als zufrieden und konnten den 4. Platz doch als Erfolg bezeichnen.

Turniersieger und Bundesmeister 2020 durften sich nach dem Finale die Männer des PSV Klagenfurt 1 nennen, welche dem PSV Steiermark nicht den Hauch einer Chance ließen und klar mit 6:1 gewannen.

Seitens des PSV Tirol gebührt ein großer Dank an die Organisatoren des PSV Klagenfurt. Das Turnier wurde bestens organisiert und war für alle Teilnehmer ein absolutes positives Erlebnis. Danke auch an den PSV Tirol für die finanzielle Unterstützung.

Im nächsten Jahr finden die Meisterschaften in der Steiermark statt. Wir hoffen, dort wieder ein ähnlich gutes Ergebnis erreichen zu können.

Abschlusstabelle:

  1. Platz:             PSV Klagenfurt 1
  2. Platz:             PSV Steiermark
  3. Platz:             PSV Wien 1
  4. Platz:             PSV Tirol
  5. Platz:             LPSV Salzburg
  6. Platz:             PSV Vorarlberg
  7. Platz:             PSV Klagenfurt 2
  8. Platz:             PSV Wien 2
  9. Platz:             PSV Klagenfurt Selection 50+

 

Michael KINDLER

Sektionsleiter Eishockey